Fit für WEB 3.0 – Semantische Technologien

Das Web 3.0 wird eine gigantische Datenbank: Die Web-Inhalte sollen von Computern „verstanden“ werden, massenweise Rohdaten sollen im Internet zugänglich werden. Ziel ist es, diese Daten automatisch zu verknüpfen und so neue Informationen zu generieren, welche die Endanwender bei ihren Entscheidungen unterstützen.

Die Rede ist auch vom “semantischen Web”.

Die semantischen Technologien, welche dieses ehrgeizige Vorhaben ermöglichen, entwachsen jetzt den Kinderschuhen. Sie bergen grosses Potential zur Entwicklung neuer, smarter Web-Anwendungen, sowie neuer, smarter Enterprise-Anwendungen.

Im Zentrum dieser Technologien stehen Ontologien und passende Ontologie-Abfrage-Sprachen. Seit etwa 10 Jahren werden RDF/S und OWL2 als W3C-Standards für Datenmodelle resp. Wissensrepräsentationssprachen entwickelt.

Mehr als zehntausend Ontologien unterschiedlichster Wissensgebiete (Tendenz stark zunehmend) stehen in Triple-Stores zur Verfügung: viele davon frei zugänglich in der so genannten Linked Open Data Cloud. Diese Triple-Stores können über SPARQL-Endpoints bequem abgefragt werden. Prominentes Beispiel einer Ontologie ist DBPedia, welche Wikipedia in strukturierter Form enthält.

Mittlerweile existieren Ökosysteme für Entwickler: beispielsweise Libraries für verschiedene Programmiersprachen wie Java, C# oder Python, und eine Reihe von Triple-Store-Systemen, sowie Ontologie-Modellierungstools.

Dieser Vortrag gibt einen theoretischen Überblick über semantische Technologien und illustriert mit praktischen Beispielen den Entwicklungsstand des Web 3.0. Er richtet sich an Entwickler und Technik-affine Produkt-Manager, welche sich für die Einsatzmöglichkeiten semantischer Technologien interessieren.

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